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Ausgangsstellung: Im Kniesitz (Diamant); möglich ist auch eine Variante des Schneidersitzes, oder aufrecht auf einem Stuhl, ohne sich anzulehnen, beide Füße am Boden.

Die Hände sind geöffnet auf den Knien oder Oberschenkeln abgelegt.

-Einatmung: die Hände schließen sich langsam zu Fäusten.

Gleichzeitig den Rücken strecken, bzw. leicht nach hinten überstrecken.

Dafür die Schulterblätter einander nähern, das Kinn zurückziehen. Die Schultern bleiben gesenkt.

Diese Streckung bezieht sich vor allem auf die Brustwirbelsäule, nicht so sehr auf den Hals oder die Lendengegend, deshalb bleibt der untere Rücken fest. Der Blick wandert in Richtung Decke, dabei bleibt der Hals lang (der Kopf wird nicht in den Nacken gelegt).

 

-Ausatmung: die Fäuste zu den Schultern führen, aus der Überstreckung zurückkehren.

 

-Einatmung: die Fäuste auf Höhe des Brustbeines einander nähern.

Gleichzeitig erneut in die oben beschriebene Überstreckung der BWS hineingehen.

Die Stellung für 2-3 Atemzüge halten. Auf die nächste Ausatmung langsam zurückkehren.

-Ausatmung: die Fäuste wieder zu den Schultern führen, den Rücken entspannen.

-Einatmung: die Fäuste auf den Knien oder Oberschenkeln ablegen,

den Rücken erneut strecken.

-Ausatmung: die Hände öffnen sich, der Rücken entspannt sich.

Einen Augenblick nachspüren, dann in die Gebetshaltung wechseln:

Die Arme nach vorne ausgestreckt, Kopf am Boden abgelegt.

Sollte die Beweglichkeit nicht ausreichen, um den Kopf abzulegen, kann entweder ein Kissen oder Polster untergelegt werden, oder das Becken entfernt sich leicht von den Fersen.

 

Wirkung: Die Übung kann Verspannungen in Rücken,  Schultern und Nackenbereich reflektorisch lösen. Der Brustkorb wird geöffnet, die Lungen belüftet.

Die Rückenmuskulatur wird gestärkt- der Bereich des oberen Rückens ist bei vielen Menschen einerseits steif, andererseits muskulär unterversorgt und chronisch verspannt (was kein Widerspruch ist!).

Energetische Blockaden auf dem Blasen-Meridian können sich auflösen.

Mit der Aufrichtung, auf die die Übung abzielt, kann eine stimmungsaufhellende Wirkung verbunden sein (schon alleine durch die Vertiefung der Atmung).

Symbolische Bedeutung:

Es gibt zahlreiche Darstellung des Pharao in dieser Haltung, in seinen Fäusten die Herrscherinsignien Krummstab und Flagellum. Diese symbolisieren Macht, Wiedergeburt und Regeneration. Insofern kann der Stellung ein Symbolgehalt zugesprochen werden, der sie in die Nähe der Mudras rückt.

Auf einer bekannten Abbildung „füttert“  der Gott Thot Pharao in dieser Stellung mit dem Anch-Kreuz, Symbol des ewigen Lebens. Darin besteht ein weiterer Hinweis auf die Wirkung, die der Haltung im alten Ägypten zuerkannt wurde, vor allem wahrscheinlich wegen ihres Einflusses auf die Atmung.

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